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Franziska Kabisch lives and works, between Hamburg and Vienna, between art and film, between institutions and activism, between lust and crisis.
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Willkommen zur
3. AUQFK*Öua
1999 1999 Podium 1999 Podium Podium Podium Podium Podium

Minute 17:15

Melanie Brazzell:
So, for any not-German speakers I just shortly summarize. There was a group of activists identifying as people of color, disabled, youth, low-income and immigrants of non-Western backgrounds. And they're interrupting this conference of the Deutsches Theater whose topic is about access to high culture for precisely such groups. And the group reads their statement. They're all kind of riffing on the phrase 'I wasn't invited', 'I wasn't invited, but I came anyways', 'I wasn't invited, but I'm going to stay'. And at the end, I didn't show it, but at the end, the group passes out flyers and they all leave, saying that the conference will go on talking about them, but not with them.

Christian Schütze:
Aber würden sie, indem sie an meine Worte anknüpfen, sie zitieren oder erwähnen, würden sie meine Worte dadurch nicht auch verändern? Werden sie meine Worte nicht in andere Kontexte stellen? Und sie mir damit enteignen? Werden sie mit meinen Worten Dinge anstellen, die von mir nicht beabsichtigt waren? Werden sie mir meine Worte entreißen und sie entstellen? Vielleicht so entstellen, dass sie lächerlich werden?

Melanie Brazzell:
And in response to this critique, the little that I read, the conference organisers sort of defended themselves by appealing to a concept of academic freedom. And the fundamental argument they made was that the identity or your social position shouldn't restrict who can research or speak about a topic. That not only people of color have knowledge about racism, not only women should be able to talk sexism etc. etc.

Sharon Dodua Otoo:
Es kann passieren, dass wenn eine Schwarze Frau spricht, dass sie etwas sagt, sie wird vielleicht unterbrochen und vielleicht das, was sie sagt, aber doch gehört worden ist. Das kann passieren. Aber dass ihre Inhalte geklaut werden, also, das ist durchaus mehrmals passiert, dass ich etwas gesagt habe, was dann aufgegriffen worden ist von einer weißen Person und diese weiße Person bringt das als seine Idee raus und das wird groß gefeiert. Das passiert auch sehr oft. Und weswegen ich das betonen wollte, weil das war das, was Christian befürchtet hatte, dass das ihm passiert. Also, Christian erzählt in seinem Beitrag, er erzählt von seiner, ich würde sagen, Angst, dass das, was er sagt, untergeht, weil man wird über ihn sprechen. Also, tatsächlich ist meine Stimme über seiner Stimme. Und vielleicht würde ich ihn zitieren oder vielleicht würden wir ihn zitieren und misrepräsentieren, was er sagt. Oder vielleicht würden wir seine Inhalte nehmen und das für unsere eigene rausgeben. Und ich fand das einen sehr interessanten Aspekt, weil ich dachte mir, das ist sehr interessant, dass er das sagt, ich weiß nicht, wie oft er das tatsächlich erfahren hat in seinem Leben. Und ich weiß nicht, wie oft das tatsächlich passiert mit dem Wissen von weißen Männern. Wohingegen mit dem Wissen von Schwarzen Personen, Schwarzen communities und Schwarzen Frauen ist das eine sehr wiederholte Erfahrung. Und das ist das, was ich unterstreichen wollte, dass ich das sehr, sehr interessant fand.

Evelyn Hayn:
Ja, dazu fällt mir noch ein, dass mich der Diskurs - und mit dem Hinweis auf Christian - sehr an den momentanen öffentlichen Diskurs zum Plagiat, der ja so virulent ist, erinnert hat. Und da nochmal finde ich interessant auch: in diesem Diskurs wird überhaupt nicht auf das eingegangen, was Sharon gerade angesprochen hat, nämlich die Aneignung von Wissen, von widerständigem Wissen. Also, es werden nicht die Machtverhältnisse berücksichtigt, sondern da geht's mehr um so richtige Zitierweisen, ja. Und ich finde das sehr interessant, dass das so 'ne, dass der Diskurs das auch wieder überlagert, Machtverhältnisse mitzuberücksichtigen, also genau- vor allem liegt das auch daran, dass sehr viel, das widerständiges oder empowerndes Wissen aus 'ner Community überhaupt oft gar nicht als Wissen als ein wissenschaftliches, also wirkliches wissenschaftliches Wissen autorisiert wird.
Podium Podium Kunstgespräch
T1 - T8
Willkür ist ein von KLUNKER initiierter Tanz mit dem Transformer.
N/K = Nitsch/Kabisch
Kobieta która własnie pisze, to jestem ja. Albo tylko aktorka, która zaangażowałam by grała mnie. Nie będą państwo mogli tego spraawdzić. Chyba że wiedzą państwo jak naprawdę wyglądam. Kobieta która mówi, to też ja. To w każdym razie jestem ja. Do kogo właściwie należy ten głos? Głos należy do artystki. To ona ustala narrację tego filmu. Głos jest kumulacją dzwięków, które w ustach mówczyni lub mówcy są kształtowane pszez język.
HOW MUCH IS TOO MUCH?